Dr. phil. Teresa Tillmann, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin am Ameos Klinikum St. Elisabeth Neuburg, hat gemeinsam mit zwei weiteren Autoren ein Fachbuch veröffentlicht. Der neue Leitfaden widmet sich dem Umgang mit hochsensiblen Menschen im therapeutischen Kontext. Das Werk bietet fundierte Informationen zur Messung und zum Verständnis dieses besonderen Persönlichkeitsmerkmals, das in der öffentlichen Wahrnehmung stetig an Bedeutung gewinnt.
Hochsensibilität ist keine Erkrankung, sondern eine spezielle Ausprägung des Nervensystems. Betroffene verarbeiten Reize tiefer und intensiver als der Durchschnitt. Dies führt oft zu einer hohen Empathie und Kreativität, kann aber auch eine schnellere Reizüberflutung zur Folge haben. Sinneseindrücke wie Geräusche, Gerüche oder Emotionen werden differenzierter wahrgenommen, was sowohl eine Bereicherung als auch eine Belastung im Alltag darstellen kann. Erlebnisse werden von den Betroffenen stark reflektiert, was ein erhöhtes Bedürfnis nach Rückzug in stressigen Situationen mit sich bringt.
In ihrem Buch erläutert Dr. Tillmann, wie eine dysfunktionale Wahrnehmungsverarbeitung zu psychischen Beschwerden führen kann. Der 184-seitige Leitfaden unterstützt Therapeuten dabei, die Persönlichkeitskomponente in der Behandlung optimal zu berücksichtigen. Neben theoretischen Grundlagen vermittelt das Werk praktische Hilfestellungen für die Erfassung des Merkmals. Dabei werden auch die Zusammenhänge zwischen Hochsensibilität und psychosomatischen Krankheitsbildern detailliert beschrieben, um eine passgenaue Begleitung der Patienten zu ermöglichen.
Die Klinik Neuburg gratuliert ihrer Expertin herzlich zu diesem Erfolg und dem damit verbundenen Engagement. Das im Kohlhammer Verlag erschienene Werk leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung therapeutischer Ansätze. Interessierte Leser und Fachkräfte finden in der Publikation wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit und ein tieferes Verständnis für die individuellen Bedürfnisse hochsensibler Personen.